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Geisterstunde auf der Burg Hoheneck

Die erste sportive Jungendbildungsmaßnahme 2019 der Bayerischen Sportjugend Nürnberg fand in den Faschingsferien auf der Burg Hoheneck in Ipsheim statt. Dort erwartete die Geisterassistenten /-innen im Alter von 7-12 Jahren ein aufregendes Abenteuer voller Spaß, neuer Freundschaften und vieler interessanter Aufgaben.

Sonntag: Die Anreise

 

Am Sonntagnachmittag ging die sechstägige Reise los, nachdem sich alle Kinder tapfer von ihren Eltern verabschiedet hatten und einer Stunde Busfahrt, kamen wir zusammen auf der Burg an. Dort, wo bereits der Rest der Teilnehmer sowie weitere Betreuer auf uns gewartet haben. Insgesamt waren wir fünf Betreuer/innen mit 26 Kindern als Teilnehmer. Da wir relativ früh ankamen folgte nach unserer Ankunft direkt die erste gemeinsame Versammlung im Rittersaal der Burg. Erste Aufgabe: uns untereinander mit ein paar Spielen besser kennen zu lernen! Nach dem Abendessen, der Zimmerverteilung und einer ersten gute Nacht Geschichte endete der erste Tag unserer spannenden Reise.

 

Montag: Der Weg zum/zur Geisterassistenten /-in

 

Während wir vormittags mit ein paar Spielen zusammen in den Tag starteten, bemerkten die Kinder irgendwann ein lautstarkes Weinen aus dem Nebenraum und lernten so Nuri den Nachtwächtergeist kennen. Er hatte seinen geliebten „Spukplatz“ auf der Burg verloren. Auch die alten verrosteten Burgschlüssel, die an seinem Schlüsselbund hingen, hat er verlegt. Doch um Nuri zu helfen und überhaupt die anderen Geister der Burg sehen zu können, müssen sich die Kinder zunächst als würdige Geisterassistenten erweisen. Verschiedene Geisteraufgaben mussten gelöst werden. Nachdem das erfolgreich erledigt war, stellt sich nachmittags Flippi das Hippiegespenst vor und erzählt, dass es bereits einige rostige Schlüssel gefunden hat. Diese möchte sie der Gruppe auch sehr gerne geben, wenn die Kinder durch weitere schwere Aufgaben unter Beweis stellen, dass sie die drei Grundeigenschaften Freundschaft, Zusammenhalt und Teamwork besitzen.  Als Dankeschön für die große Hilfe gestaltet Nuri mit den frischgebackenen Geisterassistenten coole T-Shirts. Sie sollten für den Rest der Woche als Uniform und Erkennungszeichen dienen.


Dienstag: Das verrückte Geisterlabyrinth

 

Vormittags stellten sich dann Pinki, das verrückte Gespenst und ihre Zwillingsschwester Prinzessin Melodie, die einstige Prinzessin der Burg, bei den Kindern vor. Sie berichteten von ein paar Schlüsseln, die sie gefunden haben und welche sich die Helfer verdienen können. Hierzu müssen sie allerdings das verrückte Geisterlabyrinth durchlaufen, deren Erstellung die Lieblingsbeschäftigung der lustigen Gespensterzwillinge ist. Nachdem die Teilnehmer sich auch diesem sonderbaren Auftrag voller Rätseln und einzigartiger Aufgaben gestellt haben, erhielten sie ihren versprochenen Preis: weitere 6 Schlüssel für Nuri. Nachmittags lernten wir gemeinsam dann Augusté, das Kochgespenst kennen. Er hatte ebenfalls einen Schlüssel beim Kochen in seinen Töpfen entdeckt. Er vermisst die kulinarischen Köstlichkeiten seiner Lebzeiten so sehr. Im Tausch gegen ein gemeinsam gekochtes Buffet bietet er den Kindern den gefundenen und letzten fehlenden Schlüssel an. Nach dem gemeinsamen Ritteressen in der Burgstube folgte als Tagesabschluss ein Besuch im Geisterkino. Passend zum Thema der Freizeit schauten wir gemeinsam den Film Hui Buh.


Mittwoch: Thron- Handel und Bastelaktion

 

Nach einer weiteren erholsamen Nacht auf der Burg und dem gemeinsamen Frühstück trafen wir auf dem Weg in den Rittersaal auf Tolpi und Frostie. Die zwei Gespenster arbeite im Geister-Obi. Sie erklärten, dass sie im Besitz einer Karte sind, die Hinweise auf einen neuen und sehr gruseligen Spukort enthält. Diese Karte wollen sie Nuri und den Kindern überlassen, wenn es ihnen gelingt bis zum Ende des Tages fünf luxuriöse Throne zu bauen. Auf diesen sollen dann die Geister zukünftig bequem sitzen können, da die Besprechungen des Geisterrates immer länger werden. Den ganzen Tag liefen die Kinder in Gruppen durch die verwinkelte Burg um ihre Geisterfreunde aufzusuchen. Durch das Lösen von verschiedenen Aufgaben konnten sie gemeinsam genug Geisterscheine verdienen. Nur so war es möglich bis zum Landeschluss und pünktlich zum Mittagessen genug verdient zu haben, um den ganzen Geister-Obi leer zu kaufen. Die Gruppenarbeit war ein voller Erfolg! Am Ende des Tages hatte die Kinder mit viel Teamgeist das Ziel erreicht, dass jedes der Gespenster seinen eigenen, individuellen Thron gebaut bekommen hat. Alle waren mehr als zufrieden und als Dankeschön bekamen die Geisterassistenten die entsprechende Karte von ihren neuen Geisterfreunden Tolpi und Frostie. Abends machten wir uns zusammen mit Nuri nochmal auf den Weg um mit einer kleinen Nachtwanderung. Mit den Hinweisen in der Karte wollten wir eventuell einen neuen, verborgenen Spukort in der Nähe der Burg finden.


Donnerstag: Vorbereitung des Abschlussfestes


Der letzte Tag stand vor der Tür und deswegen bekamen die Kinder am Donnerstagvormittag noch einmal Besuch von Nuri, Flippi, Augusté und Prinzessin Melodie. Sie hatten eine neue Freundin mitgebracht: Schranka, der Geist aus dem Schrank. Sie erzählt den Kindern stolz von ihrer Schatzkiste die sie in ihrem Schrank versteckt hält. Wenn man diese Schatzkiste als Gruppe vier Mal öffnen kann, erhält man Puzzleteile die zusammen den letzten Hinweis ergeben sollen. Der Rest der Gespenster möchte zusammen mit den Kindern ein Abschlussfest vorbereiten. Daraufhin haben die Geisterassistenten, man kann sie inzwischen schon Geisterprofis nennen, den Tag über abwechselnd in vier Gruppen bei Nuri ein Geistertheater einstudiert, eine eigene Schatzkiste gebastelt mit Flippi & Augusté, zusammen mit Prinzessin Melodie gesungen und getanzt und zuletzt gemeinsam mit Schranka den Escape-Koffer gelöst. Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen legten wir die Puzzleteile zusammen. Sie ergaben die Umrisse des Brunnenschlüssels von Nuris vollständigem Schlüsselbund. So haben es die Kinder schließlich geschafft für Nuri einen neuen Ort zu finden. Hier kann es nun zukünftig wohnen und somit auch wieder ein richtiges Gespenst sein.


Freitag: Die Abreise


Das nächste Ferienseminar für die 8-12-jährigen findet vom 10.06.-16.06.2019 auf der Burg Hoheneck statt, mit dem Thema „Nur mal kurz die Welt retten“. Im gleichen Zeitraum vom 10.06.-16.06.2019 findet für die Älteren von 13-15 Jahre die Freizeit auf der Jugendbildungsstätte Babenhausen statt, es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen deswegen schnell anmelden.


Euer Betreuerteam der Bayerischen Sportjugend Nürnberg / Doro Pralat

 

Impressionen

 

 

 

Der Graf von Monte Hoheneck

 

Die Gefängnisbesichtigung

Am Sonntag ging es endlich los. Voller Erwartungen trafen wir uns und fuhren gespannt in das Gefängnis Monte Hoheneck. Als wir ankamen, wurden wir in den Besucherraum gebracht und hatten erst mal Zeit uns kennenzulernen, während wir darauf warteten, dass uns jemand abholt um uns das Gefängnis zu zeigen.
Schließlich kam sogar die Gefängnisleitung, Karola Quält mit ihrer Kollegin Saskia Schlossriegel. Die beiden machten uns mit den wichtigsten Regeln des Gefängnisses vertraut, wie zum Beispiel, dass man sich stets ausweisen sollte. Wir bekamen unsere Besucherausweise und machten eine spannende Tour durch die alten Mauern von Monte Hoheneck, die letztlich beim Abendessen endete.

Schockierende Neuigkeiten

Als wir uns danach wieder in den Besucherraum begeben wollten, waren plötzlich alle Besucherausweise weg! Wie sollten wir uns denn jetzt ausweisen?! Da wir das nicht konnten, nahmen Frau Quäl und Frau Schlossriegel uns lachend gefangen.
Es sah so aus, als wären wir jetzt selbst Insassen…
Noch völlig geschockt wurden wir am nächsten Morgen von den Wärtern im Knast willkommen geheißen. Wir lernten einiges über den Gefängnisalltag und begriffen schnell, dass wir uns etwas überlegen mussten um hier rauszukommen.
Fest stand, dass wir nur eine Chance haben zu entkommen, wenn wir als Team zusammenarbeiten würden. Wir meisterten viele spannende Teamaufgaben, die uns herausforderten und trotz allem kam der Spaß natürlich nie zu kurz.
Am Ende hatten wir es geschafft und sind letztlich als Verbündete zusammengewachsen. Doch das löste noch nicht unser Problem, irgendwie mussten wir noch fliehen. In verschiedenen Teams legten wir schon mal eine Prioritätenliste fest, was wir für unsere Flucht alles brauchen würden. Dabei ging es vor allem darum, als Team Entscheidungen zu treffen, mit der alle Leben konnten.

Die Chance

Am nächsten Morgen, stand auf einmal Saskia Schlossriegel mit 3 langjährigen Insassen bei uns im Raum. Sie brauchte unbedingt unsere Hilfe. Sie hatte als Aufgabe, das Gefängnis auf den neusten Sicherheitsstand zu bringen. Eine Anweisung der öffentlichen Gefängnisbehörde. Und da Frau Quäl im Wellnessurlaub besseres zu tun hatte, sollte sie sich darum kümmern, ansonsten würde sie auch in einer Zelle landen.
Wir witterten sofort unsere Chance und boten ihr an, bei den Sicherheitssystemen zu helfen, im Gegenzug müsste Saskia uns aber bei der Flucht verhelfen.
Der Deal stand und so verbrachten wir den Vormittag damit, die Küche, die Krankenstation und das Büro von Frau Quäl, besonders sicher zu machen. Beim bauen dieser „Escape Rooms“ waren wir so sehr bei der Sache, dass wir fast vergessen hatten, dass wir eigentlich im Gefängnis waren.
Wir hatten unsere Abmachung eingehalten, jetzt lag es an Saskia uns auch zur Flucht zu verhelfen. Sie kam mit einer Kiste aus dem Büro von Frau Quäl zurück. Doch die Kiste war mit 3 Schlössern verschlossen.
Als Putzteams getarnt, sollten wir die Schlüssel in den drei Räumen finden um aus den „Escape Rooms“ zu entkommen.

Freiheit

Und wir schafften es tatsächlich! Da kam die letzte Hürde. In der Kiste war der Hinweis, dass wir das Gefängnistor mit einem speziellen Code aufmachen konnten.
Wir setzten alles daran diesen Code herauszufinden. Und es lohnte sich. Wir waren draußen, endlich wieder in Freiheit.

Die Gerechtigkeit siegt immer

Wir bekamen einen Tipp von einem Insassen, dass Frau Quäl gar nicht weit von uns ihren Urlaub machte. Schnell beschlossen wir, sie gefangen zu nehmen, damit sie nie mehr andere Leute quälen konnte.
Bei Dunkelheit machten wir uns auf den Weg, fanden sie und nahmen sie trotz aller Widerstände gefangen. Jetzt hatten wir das Gefängnis übernommen!
Das musste natürlich gefeiert werden. Also ließen wir es uns richtig gut gehen. Doch so schön das war, waren wir uns alle einig, dass es zu Hause doch am schönsten ist. Also fuhren wir nach aufregenden 5 Tagen wieder zurück nach Nürnberg.

Das Team der Sportjugend/ Denise Stang, Leona Kind, Tobias Menzke

 

Impressionen

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