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„Ja so warn’s, die alten Rittersleut‘“

 

Eine Jugendbildungsmaßnahme der Bayerischen Sportjugend Nürnberg

Ab ins Mittelalter:

Die Aufregung war groß! Schon vor der Abfahrt sah man 25 Teilnehmern und den Betreuern die Vorfreude auf die gemeinsame Woche auf der Burg Hoheneck an. Schon bald nach der Ankunft und der ersten Erkundung der Burg sollte sich die Gruppe kennenlernen. 

Nach diesen ersten Eindrücken konnte die Erkundung des Mittelalters beginnen. Dies war auch nötig, denn der Burgherr, der König von der Kokosnuss persönlich, lud die Gruppe auf seine bevorstehende Hochzeit ein.


Wir werden Ritter:

Der erste Morgen begann mit einem Besuch des Ritters Kunibert. Er klärte die angehenden Ritter auf, wie sie als Ritter ausgerüstet sein müssten. Sofort tauchte der Wunsch, auf ein eigenes Wams, eigene Schuhe und einen eigenen Helm auf. Nachdem die nötige Kleidung durch die Kinder fertiggestellt wurde, bekam die Gruppe weiteren Besuch. Der Hofnarr, der Mönch, die Heilerin und, natürlich, die Verlobte des Königs erklärten der Gruppe ihre jeweiligen Aufgaben am Hof. Nun war die Neugier nicht zu halten und bei einer Rallye, durch die Burg, konnten die Kinder endlich mehr über das Leben und den Alltag im Mittelalter erfahren. „Wie wurde man Ritter?“, „Welche Arbeiten wurden verrichtet?“ um nur zwei, der vielen Fragen, zu nennen. Gefüllt mit diesem Wissen und schmackhaftem Abendessen, wurde zur Entspannung ein Spieleabend veranstaltet. Aber selbstverständlich mit mittelalterlichen Spielen, wie das Murmelspiel, Dame oder Mühle. Schon nach dem ersten Abend war die Harmonie innerhalb der Gruppe zu spüren.

König Kokosnuss begrüßte die Kinder am Mittwoch, mal wieder mit einer Überraschung. Den Kindern wird während Ihres Besuchs die Möglichkeit gegeben, Ritter zu werden! Diese Entscheidung muss aber erst durch eine „Tauglichkeitsprüfung“ bestätigt werden. Die Aufgaben wurden mit höchster Anstrengung gelöst. Ob gemeinsam nach oben geklettert oder spannende Rätsel zu lösen waren zeigten die Teilnehmer/innen ihr können. Der König war beeindruckt von den sportlichen Fähigkeiten und beauftragte Ritter Kunibert mit der Gruppe die nötigen Waffen herzustellen. So konnte sich jedes Kind entweder ein Schwert oder einen Morgenstern basteln. Zur Verteidigung musste noch ein Schild hergestellt werden. Die Kinder konnten ihren Waffen und dem Schild ein individuelles Design verpassen. Die Ergebnisse waren genauso bunt wie gelungen.

Am nächsten Morgen stand auch schon das „Waffentraining“ an. Die Kinder lernten nicht nur den richtigen Umgang mit Schild und Schwert/Morgenstern, sondern auch ein paar kleine Tricks. Diese konnten dann beim „Rittertunier“ demonstriert werden. 

Die erste Mission:

Nach diesen Anstrengungen konnte dennoch nicht geruht werden. Der König vermisste seine Verlobte! Sie war verschwunden und niemand wusste, wo sie sein könnte. Die Suche begann und dank der hervorragenden Arbeit in der Gruppe, erhielt sie eine Karte, die bei der weiteren Suche helfen sollte. Nach einer Stärkung machte sich die Gruppe auf den Weg, das Burgfräulein zu finden. Die Nacht war angebrochen und nur das Licht der Fackeln erleuchtete den Weg. Doch die anstehende Hochzeit wurde gerettet, als die Gruppe, nach einiger Zeit, das Burgfräulein inmitten eines Waldes gefunden hatte. Bei dieser „Schnitzeljagd“ war es sehr wichtig gemeinsam zu arbeiten und die Teamfähigkeit der Gruppe wurde deutlich, besonders die Unterstützung der etwas ängstlicheren Kinder durch die Mutigeren half dabei die Nachtwanderung gemeinsam durchzustehen.

Das Leben im Mittelalter:

Am vorletzten Tag der Freizeit konnte die Gruppe einen tieferen Einblick in das mittelalterliche Leben erhalten. Bei einer Simulation, wurde das Leben im Mittelalter verdeutlicht. Das Handelsspiel zeigte, dass das Leben im Mittelalter alles andere als einfach war und zeigte die unterschiedlichen Möglichkeiten und Einschränkung der mittelalterlichen Stände auf. Im weiteren Verlauf des Tages konnten herkömmliche Berufe aus dem Mittelalter (Schmied, Bäcker etc.) erprobt werden. Zum Abend besuchte die Gruppe einen kleinen mittelalterlichen Jahrmarkt und ein Lagerfeuer wurde angerichtet. Mit selbst gemachtem Stockbrot lies man den anstrengend Tag Revue passieren und die Vorfreude auf den letzten Tag, den Hochzeitstag, wurde immer größer.

Bevor die Hochzeitsvorbereitungen beginnen konnten, absolvierte jedes Kind die Ritterprüfung. Nachdem jedes Kind bestanden hatte, wurden alle vom König persönlich zum „Sir“ oder zur „Lady“ geschlagen. Dann wurde mit den Vorbereitungen begonnen. Es wurde für Essen, Trinken und ein kleines Programm gesorgt. Abends war es dann so weit. Nach der Trauung wurde ein Theaterstück, natürlich von der vortragenden Gruppe eigens ausgedacht, sowie ein mittelalterlicher Tanz vorgeführt. Nach dem einen oder anderen Spiel konnte noch getanzt und gefeiert werden, bevor der letzte Abend auch schon wieder vorbei war. 

Die Enttäuschung über das Ende der Freizeit und die Freude wieder nach Hause zu kommen vermischte sich bei vielen. Zum Abschluss sollte in Kleingruppen eine mittelalterliche Moritat erfunden werden, in dem die Geschehnisse der Woche enthalten waren. Dabei zeigten die Kinder, was besonders im Kopf geblieben war. Hierbei wurde erneut die Kreativität der jungen Ritter deutlich, die mit Freude Gedichte oder sogar kurze Lieder schrieben und dann vortrugen. Dabei konnten sie spielerisch lernen, wie vergangenes ausgewertet wird und welche positive Bedeutung konstruktive Kritik darstellt. Die Ergebnisse konstruktiver Kritik, wie auch Lob, sind wichtig für das ehrenamtliche Betreuerteam und stellen auch einen Teil des Lohns für die Vorbereitungen und aktive Arbeit vor Ort dar. Dann war es schon so weit. Der Bus wartete auf die Gruppe und die Heimreise musste mit teils leicht feuchten Augen (nicht nur bei den Teilnehmern) angetreten werden. 

Die Maßnahme wurde aus Mitteln des Jugendprogramms der Bay. Staatsregierung und aus Fördermitteln des Jugendamtes der Stadt Nürnberg gefördert.

 

Das nächste Ferienseminar für die 8 - 12 - jährigen findet vom 30.10 – 04.11.2016 erstmals in der sportlichen DJH-Jugendherberge Bayreuth statt. Die Ausschreibung hierzu ist im Heft zu finden. Schnell Anmelden, es sind nur 20 Plätze verfügbar!

 

Euer Betreuerteam der Bayerischen Sportjugend Nürnberg/Pascal Zrenner

 

 

 

Die Sportaktivwoche in Oberstdorf

 

Eine sportive Jugendbildungsmaßnahme der Bayerischen Sportjugend Nürnberg

 

Das erste Mal geht es für die Jugendlichen von 12-15 Jahren an Pfingsten auf eine Freizeit. Dafür wurde eine neue Jugendherberge ausprobiert. Es ging ins Allgäu und ab in die Berge!


Die Freizeit beginnt:

Anders als gewohnt ging es am Montag mit einer vierstündigen Busfahrt los. Doch die Reise sollte sich lohnen. Bereits im Bus wurden „alte“ Bekannte von früheren Maßnahmen begrüßt und neue Kontakte geknüpft. Nach der Ankunft wurden die Zimmer erkundet und bezogen. Anschließend gab es eine Orientierungsrally im und ums Haus herum, gefolgt von einem üppigen Abendessen, das jeder gebrauchen konnte. Am Abend wurden dann diverse Kennenlernspiele gespielt, bis wirklich alle Namen erlernt waren, wodurch schon bald Harmonie Einzug in die Gruppe erhielt.

Dienstag - der Kooperationstag:

Der Dienstag wurde mit einer Kooperations-Spielekette begonnen, um das Teamgefühl der Teilnehmer/-innen zu stärken. Verschiedene Aufgaben mussten gelöst werden. Sei es den “Geräuschewald“ blind zu durchqueren ohne die bösen Tiere zu treffen, eine Kugelbahn mit wenig Material in kurzer Zeit zu bauen, oder im Team die nach oben "schwebende" Stange am Boden abzusetzen. Jegliche Herausforderungen wurden im Team nicht nur gemeistert, sondern sogar mit beeindruckender Qualität! Nach dem Mittagessen ging es in den Seilgarten. Hier galt es untereinander zu kommunizieren, zu helfen, zu kooperieren und vor allem sich auch mal über persönliche Grenzen zu wagen und sich etwas zu trauen! Jugendliche und Betreuer hatten im Seilgarten einen riesen Spaß und auch anschließend den ein oder anderen Muskelkater. Die Kooperationsfähigkeit der Gruppe war zweifelsfrei zu erkennen. Am Abend wurde aufgrund des aktiven Nachmittagsparts ein Entspannungsabend gestaltet. Von Yoga, Gesichtsmasken, Peelings bis zur Traumreise war alles dabei. Pflege für Körper und Geist! Und alle fielen glücklich, etwas müde aber genauso entspannt ins Bett. 


Der unfaire-Kanu- bastel-Mittwoch:

Nach dem Frühstück wurden die noch etwas schläfrigen Teilnehmer/innen gleich mit einer beabsichtigt „unfairen Staffel“ (…ein Ziel des Betreuerteams) aufgeweckt. Aber wenigstens gab es Bonbons als Entschädigung. Anschließend mussten die Teilnehmer die bestmögliche Brücke aus Papier, Klebeband und Klopapier bauen. Ziel war es hier verschiedene Streitigkeiten, aufgrund der unfairen Staffel, beiseitelegen zu können, erneut im Team zu arbeiten und zu kooperieren. Die Gruppe der Jugendlichen meisterten diese Herausforderungen mit großem Erfolg. Am Nachmittag ging es dann zur geplanten Kanutour. Die Kanus wurden zwar durch Raftingboote ausgetauscht, doch alle hatten einen riesen Spaß. Mit Paddeln, der dazugehörenden wichtigen Kommunikation und dem Wildwasserschwimmen war eine Menge geboten, was nicht nur den Teilnehmer/innen, sondern auch dem Betreuerteam Spaß bereitete. Verantwortung füreinander zu übernehmen wurde so spielerisch eingeübt. Nach so einer Outdooraktion musste erst mal heiß geduscht und die leeren Mägen gefüllt werden. Abends wurden in einer kleinen Bastelrunde, die großes handwerkliches Geschick erforderte, eine Hülle und ein Hologramm für die Handys der Jugendlichen gebastelt. Auch hier zeigte sich die Kreativität der Gruppe deutlich.

Vertrauen-Lagerfeuer-Stockbrot-Singstar-Donnerstag:

Am letzten kompletten Tag wurde durch unterschiedliche Vertrauensübungen der Zusammenhalt der Gruppe zusätzlich gefördert und gestärkt. Danach wurden die angefangenen Bastelaktionen beendet und die Fotochallenge eröffnet. Ziel war es, das Beste der besten Bilder in einer Gruppe mit bis zu fünf Teilnehmern zu schießen. Die Ergebnisse waren alle so gut, dass es schwer fiel eine Entscheidung zu treffen! Am Abend wurde in verschiedenen Gruppen der Abschlussabend vorbereitet. Es gab eine alkoholfreie Cocktail-Gruppe, eine Stockbrot-/Cookieteiggruppe und eine Unterhaltungsgruppe, die ein super Improtheater auf die Beine stellte. Die leckeren Getränke und Teigvarianten wurden bei Lagerfeuer geröstet bzw. getrunken. Abgerundet wurde der tolle Abend mit einer Runde Singstar, wo sich viele neue Talente des Musikhimmels gezeigt haben – „The Voice 2017“ wir kommen! Zusätzlich durfte natürlich das Spiel Werwölfe nicht fehlen, welches den Abend dann beendete.


Der Abreise-Freitag:

Nach einer kurzen Woche, die gefühlt doppelt so schnell vorbei ging als andere Freizeiten, wurden die Koffer schon wieder gepackt, die Zimmer gereinigt und verlassen und danach die Woche positiv wie negativ reflektiert. So konnten weitere Ideen und Anregungen für weitere Freizeiten gesammelt werden. Danach wurde dem Wunsch der Gruppe nachgekommen und noch einmal Singstar gespielt. Nach einer Woche in den Bergen und einer langen Busfahrt kamen Jugendliche und Betreuer wohlbehalten wieder in Nürnberg an. Es wurde sich verabschiedet und der ein oder andere neue Teilnehmer oder Teilnehmerin für die nächsten Freizeiten gewonnen. 

Die Maßnahme wurde aus Mitteln des Jugendprogramms der Bay. Staatsregierung und aus Zuschussmitteln des Jugendamtes der Stadt Nürnberg gefördert.

 

Das nächste Ferienseminar für die 8 - 12 - jährigen findet vom 30.10 – 04.11.2016 erstmals in der sportlichen DJH-Jugendherberge Bayreuth statt. Die Ausschreibung hierzu ist im Heft zu finden. Schnell Anmelden, es sind nur 20 Plätze verfügbar

 

Euer Betreuerteam der Bayerischen Sportjugend Nürnberg/Ellena von Papp

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