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"Abenteuer am Kilimandscharo"

 

 

Endlich ist es so weit: Die Koffer sind im Bus verstaut, jeder hat seinen Platz eingenommen und los geht's zu einem weiteren Abenteuer auf der Burg Hoheneck! Nach einer kurzen Fahrtzeit waren wir auch schon angekommen. Die ersten Kontakte zwischen Kindern und Betreuern waren bereits geknüpft und nichts stand einem tollen Abenteuer mehr im Weg!

Angekommen wurden alle Zimmer, Türme, Ecken und Nischen erkundet, was mit einer tollen Burgrallye vonstattenging. Am Ende wussten die Kinder von Treppenstufen bis Essens- und Weckzeiten alles über die Burg Hoheneck.

Nach dem Abendessen ging es dann auch schon weiter. Durch viele lustige Spiele lernten sich Kinder und Betreuer besser kennen. Doch leider wurden wir bei unseren Spielen plötzlich unterbrochen. Ein verrückter Professor tauchte mit seinem treuen Gefährten, einem Löwen namens Nala auf. Der Professor Dr. von und zu Cornelius erzählte uns, dass er sich auf eine Expedition nach Afrika begeben wollte, um sich weitere Abzeichen zu verdienen. Dabei hatte er schon so viele! Nachdem wir sie einige Zeit lang bewundert hatten, schlug uns der Professor vor, dass wir sie uns ja auch verdienen könnten. Klar, dass wir uns das nicht zwei Mal sagen ließen. Also eilten wir zum Flughafen, um direkt loszufliegen. Dort angekommen mussten wir alle sofort in unsere Hütten gehen, um zu schlafen, weil unser Abenteuer am nächsten Tag starten sollte.

 

Es ging früh los, denn der alljährliche Straußeneiwettkampf stand an wie uns Nala und ihr bester Freund Pumba, ein rosa verzaubertes Stachelschwein, erklärten. Da durften wir natürlich nicht zu spät sein! Der Wettkampf sollte ganz oben auf der Spitze des Kilimandscharo stattfinden und um überhaupt so weit zu kommen, mussten wir viel Kreativität, Geschick und Mut beweisen. Am Ende hatte leider nur eines der vier Straußeneier überlebt, aber dafür hatten wir eine unvergessliche Reise auf den Kilimandscharo und wir haben unser erstes Abzeichen erhalten! Nachmittags kamen wir in einem kleinen Dorf an, in dem wir auf Hakuna Matata, den Stammeshäuptling stießen. Er zeigte uns, wie man sich tolle Musikinstrumente, zum Beispiel Trommeln oder Regenmacher, ganz einfach selbst basteln konnte. Noch am selben Abend lernten wir den Medizinmann Medikus kennen. Er brachte uns, an verschiedensten Stationen, mehr über das afrikanische Essen bei. Dabei waren besonders unsere Sinne gefragt. Es ging von Riechen über Fühlen bis Schmecken. Es stellte sich heraus, dass unsere Sinne gut trainiert waren, so dass wir bereits unser zweites Abzeichen erhielten!

 

Am nächsten Tag durften wir unserer Kreativität freien Lauf lassen. In Workshops stellten wir unser eigenes kleines "König der Löwen" nach. Wir sangen und tanzten fleißig zu "Hakuna Matata" und "Ich will jetzt gleich König sein" während die anderen sich tolle Handlungen für ein Schattentheater überlegten. In einem wurden beispielsweise spezielle Situationen aus Deutschland und Afrika miteinander verglichen. Dabei stellten wir fest, dass es riesige Unterschiede gibt. Die Kinder selber forderten ohne Aufforderung der Betreuer in ihrem Schattentheater dazu auf die Augen nicht zu verschließen sondern zu Helfen.

Nach einem leckeren Mittagsessen waren wir schon ganz gespannt, was es denn tolles über die Kultur zu erfahren gibt. Wir bastelten uns schöne Ketten und Armbänder und batikten außerdem T-Shirts. Am Abend kamen dann endlich unsere selbst gebastelten Instrumente zum Einsatz. In einem tollen Musik-Workshop sangen und trommelten wir ausgelassen und fröhlich zu afrikanischen Liedern.

 

Am Folgetag kamen viele Herausforderungen auf uns zu. Unser Ziel war es, in dem Dorf Arusha anzukommen. Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Im Dschungel mussten wir uns gegen Affen beweisen und später auch noch gegen Nashörner. Außerdem klauten wir Hyänen ihr Essen, wobei sie uns fast auf die Schliche gekommen wären. Am Ende mussten wir noch durch Teamarbeit durch ein Labyrinth kommen. Zum Glück hatten wir Unterstützung vom Professor Dr. von und zu Cornelius. Erschöpft, aber glücklich kamen wir in dem Dorf an und zur Belohnung erhielten wir wieder ein Abzeichen und durften uns am Abend einen Film ansehen.

 

Der Tag darauf begann mal etwas anderes. Wir lernten nicht nur noch ein bisschen mehr über die Kultur Afrikas, sondern taten gleichzeitig noch etwas für eine guten Zweck. Wir gestalteten ganz individuelle Handpuppen, die nun durch die Aktion "Weltweites Wichteln" nach Afrika verschickt werden, wo sich ganz viele Kinder in Arusha über ein neues schönes Spielzeug freuen dürfen. 

 

Danach war es an der Zeit unser gelerntes Wissen über afrikanische Mahlzeiten anzuwenden und etwas Gutes zu kochen. Das leckere Essen wurde dann am Abend gemeinsam verspeist und nicht nur das. Wir erhielten Besuch! Es hatte sich bereits im Dorf rumgesprochen, dass wir da waren und man war ganz neugierig auf uns. Also veranstalten wir einen schönen Bunten Abend mit den Dorfbewohnern aus Arusha. Der Professor, Nala, Pumba, Medikus und Hakuna Matata ließen es sich auch nicht nehmen vorbei zu schauen. Stolz präsentierten wir, was die Woche über erarbeitet wurde. Da wir uns so viel Mühe gegeben hatten, war es kein Wunder, dass das Fest ein voller Erfolg wurde.

 

Doch leider muss auch das schönste Abenteuer irgendwann zu Ende gehen. Die Hütten wurden gesäubert, die letzten Sachen eingepackt und schon ging es wieder zum Flughafen. Das Warten auf unseren Flieger vertrieben wir uns mit ein paar schönen Spielen, aber dann war es wirklich so weit und wir landeten wieder in Deutschland. Der Abschied fiel nach so einer Woche gar nicht so leicht. Doch vielleicht kommen wir mal wieder nach Afrika und bis dahin haben wir unsere Abzeichen, die uns an dieses tolle Abenteuer erinnern. 

 

Euer Betreuerteam der Bayerischen Sportjugend Nürnberg/Denise Stang

 

Impressionen

"Hello Africa!"

 

"Hello Africa!"... Unter diesem Motto ging es in den Faschingsferien für die Jugendlichen zur Jugendbildungsmaßnahme auf die Burg Hoheneck. 

Die 12-15-jährigen sollte auch ein tatsächliches afrikanisches "Hallo" erwarten.

Nach der obligatorischen Begrüßung und dem Abstecken der Regelungen ging es darum, die Teilnehmer besser kennenzulernen. Viele Jugendliche kannten sich bereits untereinander, so dass es für sie keine Herausforderung darstellte, sich die Namen schnell einzuprägen. Demzufolge waren die Teilnehmer auch schon ein großes Team, das sich bereits vertraut war.

Am nächsten Morgen trafen die Teilnehmer auf ein altes Ehepaar, das in ihrer Zeit als Rentner ihrem Hobby als Reiseführer im entfernten Afrika nachging.

Um jedoch zunächst den Wissensschatz der Jugendlichen über Afrika zu prüfen, hatten die beiden Reiseleiter ein kleines Quiz vorbereitet.

Leider waren die beiden nicht mehr die Jüngsten. Auf Grund dessen verloren sie ihre aufgeschriebenen Fragen auf dem Weg zu der Gruppe. Die nun überall in der Burg verstreuten Zettel mussten von den Teilnehmern gesucht und beantwortet werden. Bei den Resultaten stellte sich heraus, dass ein großer Anteil an Wissen oder Rateglück vorhanden war. 

Afrikanische Kreativität

 

Nach dem Wissenstest ging es dann endlich richtig los. Die Reiseführer flogen mit dem Trupp los, um jeden Tag ein anderes Land in Afrika zu bereisen und Besonderheiten oder Traditionen zu erleben. Die erste Station war Südafrika. Dort werden Perlen für Ketten aus Mangel an Geld aus Zeitungspapieren gedreht. In diesem Stil sollten sich die Teilnehmer selber Armbänder und Ketten basteln. Wichtig war hierbei, dass den Jugendlichen bewusst geworden ist, dass es in Afrika nicht denselben Lebensstandart gibt wie in Deutschland. Dennoch können die Einwohner auch mit den einfachsten Mitteln und eine große Portion Kreativität wirklich schöne Kunstgegenstände herstellen, so wie die Jugendlichen.

Ein Kulturgut in diesem Land ist der Pata-Pata-Tanz, den in Südafrika fast jeder kennt und tanzen kann. Der Tanz stellte die Gruppe vor die Herausforderung sich als Team passend zum Rhythmus zu bewegen, und die Fußschritte mit kreativen Arm- und Körperbewegungen zu verfeinern. Nach einigen Versuchen und Hilfeleistungen - auch unter den Teilnehmern selbst - entstand eine sich zur Musik passend bewegende Einheit.

Medienkompetenz leicht gemacht

Nach Südafrika ging die Reise weiter nach Kenia zu den "Big Five".

Dort konnten sich die Jugendlichen einen Workshop aussuchen.

In Ersteren beklebten die Comic-Gruppe zunächst Tierfiguren mit bunten Papieren, um diese später für eine in einem Comic verpackten Geschichte zu nutzen. Bevor sie sich der technischen Gestaltung am PC widmen konnten, mussten sie sich eine Rahmengeschichte einfallen lassen und passende Hintergründe erstellen. Dabei wurde ein hohes Maß an Kreativität und Einfallsreichtum benötigt. Nun ging es endlich an den Computer.

Hierbei lernte die Arbeitsgruppe ein Comic-Programm kennen (Comic-Life). Durch Probieren eigneten sie sich Arbeitsmethoden an und vervollständigten somit ihr Werk. 

In Zweiteren kreierte eine Gruppe ein Schattentheaterstück. Im Vordergrund standen die erforderliche Kooperation untereinander und das Vertrauen in die anderen Teilnehmer. Schließlich muss die Abstimmung untereinander sehr genau sein, damit jeder weiß, wann er einzusetzen hat. Natürlich mussten auch hierfür wieder Requisiten gebastelt werden, um diese dann als Schatten auf die Leinwand zu werfen.

Handpuppen für das Dorf Arusha (Tansania)

Diese beiden Workshops präsentierten voller Stolz ihre tollen Ergebnisse an einem Abschlussabend, der mit der jüngeren Gruppe (8-11 Jahre) und deren Auftritten zusammenveranstaltet wurde. 

Bei dieser Gelegenheit, wurde auch ein großes Gruppenbild mit Handpuppen gemacht.

Klar denkt man erst: "Was wollen Jugendliche mit Handpuppen?"

Diese Handpuppen wurden am Tag zuvor von den Jugendlichen bemalt und beklebt.

Allerdings nicht für sich sondern für Kinder aus Arusha am Fuße des Kilimandscharos, um diesen eine Freude zu bereiten. Es war ein gutes Gefühl mitzuerleben, wie viel Mühe sich die Teilnehmer gaben eine wirklich gutaussehende Handpuppen zu modellieren, die nicht für sie selbst sind, sondern für Kinder die nicht so viel haben wie sie. Diese Puppen sind von einer Aktion, die sich "Weltweit Wichteln" nennt, die ihre Puppen zu Fair Trade Konditionen in Indien herstellen lässt und somit vielen Familien ein faires und gesichertes Einkommen ermöglicht. 

Diese Aktion und auch der Abend insgesamt kamen bei allen sehr gut an. Die Puppen werden nun in einem Packet nach Afrika geschickt und dort Kinderaugen zum Leuchten bringen. 

 
Kein Koch fällt vom Himmel

Vor dem Ende des Berichtes kommen wir noch kurz zu einer denkwürdigen Kochaktion mit den Jugendlichen. Hierzu nur ein paar Worte:

16 Knoblauchzehen in einem Gericht sind zu viel. Demnach war der Geruch in der Burg für die nächsten Tage ein Genuss für jeden "Vampirjäger", aber leider nicht für die Burgbewohner.

Mit Ausnahme von den sehr knoblauchlastigen Falafel gelang es den Kochteams dennoch ein sehr gutes afrikanisches Menu zu servieren. 

Am Freitag war es dann soweit. Es hieß Abschied nehmen von der Burg und den Teilnehmern. Und noch bevor man überhaupt in den Bus eingestiegen war kamen schon Fragen, ob man denn nicht auch eine zweite Jugendfreizeit in den Pfingstferien anbieten könnte.

Abschließend lässt sich noch sagen, dass es nicht nur eine tolle Freizeit für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer war sondern auch für die Betreuer. Dank eines guten Zusammenhaltes und einer guten Atmosphäre zwischen den Jugendlichen und Betreuer verlief alles sehr harmonisch. 

Das macht auf jeden Fall Lust auf weitere Maßnahmen.

Euer Betreuerteam der Bayerischen Sportjugend Nürnberg/Tobias Menzke


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