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"Abenteuer im Wilden Westen"

 

Voller Vorfreude trifft sich am Pfingstmontag eine Gruppe junger Menschen am Bus, bereit für ein neues Abenteuer auf Burg Hoheneck. Nach der Ankunft, dem ersten Essen und den ersten Kennenlernspielen ging die Sonne am Präriehorizont unter… Im Schlaf sollte Kraft für die nächsten Tage gesammelt werden. Das Betreuerteam hatte sich einiges einfallen lassen. 

Alles ist ganz anders als erwartet. Die Kinder werden unerwartet von einem fremden Indianer und einem Cowboy am nächsten Morgen geweckt.

Gestern noch im Bus auf dem Weg zur Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck und über Nacht scheinen sie in die Vergangenheit gereist zu sein.

Verwundert und noch etwas müde versammeln sich die "Zeitreisenden" am Frühstückstisch. Es wird getuschelt, wer diese zwei Unbekannten sein könnten? Die Zwei stellten sich später als Indianerhäuptling und als ein Freund der Indianer heraus.

Kleidung selbstgemacht…

 

Die Kleidung der Kinder wundert die beiden sehr. So beschließen sie die Kinder unserer Jugendbildungsmaßnahme richtig einzukleiden. Zum einen wird ein Cowboyhut hergestellt. Jedoch nicht von sich selbst für sich selbst, sondern von jemand anderen für sich. Hierbei legen die Hutmacher eine Kooperationsfreudigkeit an den Tag, die die Gruppe zusammenschweißen soll um das gemeinsame Abenteuer gut zu Meistern. Desweiteren benötigen die Kinder das Vertrauen in den Partner, der den Hut aus Zeitungspapier erst einmal wie einen Turban um den Kopf wickelt und mit Krepppapier befestigt, ohne die Haare einzuklemmen.

Anschließend müssen die Hüte noch eingekleistert werden, damit sie härten und nicht sofort kaputt gehen und bemalt werden - eine filigrane Aufgabe, nicht nur für die Jungs. Dazu kommen noch Halstücher und Kopfschmuck.

Auf am nächsten Tag sollte ein aufgeregter Mann s die Kinder aus dem Bett wachrufen. Es handelt sich hierbei um den Gouverneur, der den noch Halbschlafenden vom nächtlichen Diebstahl der Büffel erzählt. Natürlich müssen es die Indianer gewesen sein! Wer sonst? Aber ohne Beweis bleit es nur eine Behauptung. Der Gouverneur bittet um Hilfe und fordert die Gruppe auf eine "Undercoverindianerausbildung" zu absolvieren. Diese stimmen freudig zu. Bei der Ausbildung werden verschiedenste Fähigkeiten verlangt und trainiert

Die visuellen Fähigkeiten zum Beispiel, bei der Station "Adlerauge", wo verschiedene Gegenstände gesucht und gefunden werden müssen. Oder auch die Teamfähigkeit, bei der Station "Blutsbruder". Hier muss man mit einem Partner in einen Sack steigen und gemeinsam durch einen Parcours Sackhüpfen. Wer hier nicht gut zusammenarbeitet fällt wortwörtlich auf die Schnauze. Es sind noch einige andere tolle Stationen vorhanden, aber die wollen wir nicht alle aufzählen. Ist ja schließlich "undercover". Auffällig war, dass im Verlaufe des Tages der Gouverneur anhand von kleinen Spielen die Gier und die Boshaftigkeit der Indianer immer wieder betonte. Ganz schön auffällig…

Man(Frau) darf nicht alles Glauben…

 

Der Indianerfreund kehrt am Donnerstag aus dem Dorf der Indianer zurück und erfährt von den Anschuldigungen. Er erklärt den Undercoverindianern/-innen, dass das Dorf auf einer Goldader liegt, und dass der Gouverneur bereits versucht hat es den Indianern abzukaufen. Ohne Erfolg. Er vermutet, dass es ein Trick des Gouverneurs sein muss. 

Um die Gier nach dem Gold verstehen zu lernen, benutzt er ein Planspiel namens Goldgräber. Hierbei wird die große Gruppe von 26 Kindern in vier Teams geteilt, die jeweils einen unterschiedlichen Rohstoff besitzen. Ziel ist es so viel wie möglich zu sammeln, indem man sich einen Gegner zu "Kliklakluk" spielen sucht und ihm den Wertvollen Gegenstand zu gewinnen. Dadurch merken die Teilnehmer ihre eigene Gier bzw. Sucht nach Rohstoffen, sowie den Ehrgeiz immer mehr zu bekommen. Die Spieler kommen nach dem Spiel auf die Idee, dass es beim Gouverneur genauso sein könnte.

Das Teamgefüge wird auch noch weiter gestärkt, indem zwei Großgruppen in zwei Kleingruppen geteilt werden, die zunächst unabhängig eine Brücke aus Papier und ein wenig Tesafilm konzipieren sollen. Nach den ersten Überlegungen treffen sich die beiden zusammengehörenden Kleingruppen, um eine gemeinsame Brücke zu entwerfen, da das eigene Material nicht ausreichen würde. Es fällt auf, dass es keinerlei Streitigkeiten gibt, wodurch eine Einigung schnell erzielt werden kann. Die Kooperationswilligkeit sticht besonders hervor.

 

Köpfchen ist gefragt... 

Der Gouverneur entsendet am Freitag die Gruppe um die Büffel aus dem Indianerdorf zurück zu holen. Die allerdings inzwischen misstrauischen Kinder wollen sich erst einmal selbst ein Bild von der Lage im Indianerdorf machen. Sie stoßen auf den Medizinmann des Dorfes, der ihnen Rätselaufgaben stellt, die es zu lösen gilt.

Es handelt sich hierbei um Zettel, auf denen etwas geschrieben wurde, was jedoch nicht sichtbar war. Um es sichtbar zu machen, muss man den Zettel mit Wasser, Asche, Zitrone oder mit Kohlestifften bearbeiten, je nachdem welches Rätsel einem gestellt wurde.

Es ist eine große Gehirnleistung gefragt um am Ende mit Hilfe der Briefe die Gegenstände für die weitere Verwendung zu finden. 

Am Nachmittag weisen die Indianer die Jungen und Mädchen in verschiedene Indianerkünste ein. Darunter sind das Bogenschießen und ein Stockkampftanz, der noch sehr nützlich sein sollte. 

Denn am Abend geht der Indianerstamm auf eine Nachtwanderung, um zu zeigen, was man alles auch bei Dunkelheit durch den Hör- und Geruchsinn erkennen kann. Aber plötzlich an einer Weggabelung fällt auf, dass ein Kind fehlt. Aus dem Gebüsch treten zwei unheimliche Banditen, mit dem Entführten und fordern Gold. Nun allerdings kommt der Stocktanz zur Geltung, und verjagt die Banditen.

Auf dem Weg zurück ertappt die Gruppe den Gouverneur am Lagerfeuer, als dieser seine Pläne mit einem Geschäftspartner, der eine hohe Summe für die Goldader bietet, teilt.

Die Kinder zögern nicht lange, und stellen die Beide zur Rede. Sie versuchen zunächst sich herauszureden, aber nach einem Zaubertrick des Medizinmanns gestehen sie alles.

Folglich werden sie verbannt. 

Durch diese Geschichte lernen die Kinder, wie wichtig es ist Informationen kritisch zu hinterfragen, weil eben doch oft eigene Interessen damit verbunden sind. 

Feste Feiern am Lagerfeuer… 

 

Zur Feier des gelösten Rätsels um die Verschollenen Büffel, beraumen Indianer und Cowboys an Versöhnungsfest am Samstag an. Der Tag wird dazu genutzt Auftritte vorzubereiten, zu Kochen, Lagerfeuer anzuzünden und Totempfähle zu schnitzen.

Bei den Auftritten ist vor allem die Kreativität der Teilnehmer gefragt, die sich eine Choreographie ausdenken und einstudieren müssen. Besonders erfreulich ist die Harmonie, die während der Vorbereitungen zu spüren ist, was auch für wirklich tolle Vorstellungen am Abend sorgte.

Die Totempfähle werden mit feinster Präzision bearbeitet. Muster werden eingeritzt, mit Nägeln eingehämmert und zu Schluss in den Boden gerammt.

Nach dem leckeren Essen verabschiedeten sich die während des Abenteuers aufgetretenen Figuren, während die bereits müden Abenteurer schon in einen Halbschlaf fielen.

Wieder aufgewacht am Sonntag, war alles wieder ganz normal. So wie sie in der Zeit zurück gereist waren, sind sie auch wieder in unsere Zeit zurückgekehrt, über Nacht.

Die Erinnerungen und selbstgemachten Gegenstände bleiben ihnen jedoch erhalten.

Sie werden zu Hause einiges zu erzählen haben: ganz im Sinne von "Howgh" - ich habe gesprochen!

Euer Betreuerteam der Bayerischen Sportjugend Nürnberg/Tobias Menzke

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